Dienstag, 5. März 2013

Lunatic Spirit - Verückte Teppichknüpfer



Lunatic Spirit haben mit ihrem selbstbetitelten Debüt einen rechten musikalischen Flickenteppich zusammengefügt. Der ist zunächst einmal sehr schön vielfarbig: da gibt es schwarzen schwedisch klingenden Death Metal („Black Spirit“), pastelligen Grunge („Never Again“), tiefdunklen Doom Rock („The Only One“) und immer wieder thrashig-grellen Groove Metal. Frontmann Klaus ist stimmlich flexibel genug, um diese Extreme abzudecken; von teifen Growls bis zu hohen Screams  reicht seine Bandbreite.  Basser David steuert außerdem lenny-kravitzigem Klargesang bei. So klingt jeder Song des Karlsruher Trios anders. Das hat allerdings die Folge, dass kein festes Soundgewebe geknüpft wird, sondern die Stile ein wenig aneinandergereiht wirken; wie zusammengenähte Stoffstreifen, was ein wenig schade ist. Denn im Einzelnen ist das kompositorisch und spielerisch alles tadellos gemacht – um ein absolutes Kritikerunwort doch mal zu gebrauchen, amtlich. Fans genannter Genres können gefahrlos ein Ohr riskieren.

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